Hundesalon Dog-Style
Inhaber: Sabrina Valentino,Eidg. Dipl. Hundecoiffeuse und Tierpflegerin
Viele Haustierbesitzer machen sich ein völlig falsches Bild von einem Hundesalon und den dort arbeitenden Hundecoiffeuren und Hundecoiffeusen.Die weit verbreitete Meinung dort geht es nur um waschen,schneiden und fönen,also um eine reine Verschönerung nach dem Geschmack des einzelnen Hundebesitzers,trifft in keiner Weise zu.
Die in der Schweiz ausgebildeten Fachkräfte in diesem Berufszweig müssen einen sehr anspruchsvollen dreijährigen Ausbildungsgang absolvieren.Dies ist in vielen anderen Ländern nicht der Fall.Jeder schweizerische Hundecoiffeur-/euse ist ausgebildeter Tierpfleger mit Zusatzausbildung zum Hundecoiffeur.Sie haben es also mit absoluten Spezialisten aus dem Bereich der Tierpflege zu tun und nicht nur mit reinen Haarstylisten,wie oft angenommen wird.Dies ist aus meiner Sicht auch dringend erforderlich,da das Fell eines Tieres ein lebenswichtiges Organ ist,das gesund erhalten und gepflegt werden muss und dazu bedarf es vielfältiger Fachkenntnisse die eine fundierte biologische Ausbildung erfordern.Im nachfolgenden möchte ich Ihnen dazu einen kurzen Überblick geben.
Zusatzausbildung Hundecoiffeur/-euse
Die verschiedenen Hunderassen und Mischlingshunde haben individuelle Ansprüche bezüglich Fellpflege. Je nach Rassestandart wird das Fell zurecht gemacht.Auch kann das Haar verfilzen, verknoten, in die Augen wachsen oder in den Ohren Entzündungen hervorrufen. Der/die Hundecoiffeur/-euse badet, schneidet die Haare,trimmt das Fell, effiliert und frisiert. Er/sie kürzt die Krallen und sorgt für eine gute Ohren- und Zahnhygiene. Ebenso werden verschiedene Katzenrassen und Mischlingskatzen mit Fellproblemen in den Hundesalon gebracht. Zudem sind Langhaar Kaninchen und Meerschweinchen anzutreffen.
Die Arbeit dient sowohl der Gesundheit als auch der Schönheit der Tiere. Zur Arbeit gehört auch die Beratung der Besitzer/innen bezüglich Ernährung, Zahnpflege und eventuelle Krankheitszeichen des Tieres, die von aussen ersichtlich sind. Als Hundecoiffeur/-euse sollte man Freude an der Arbeit mit Hunden, keine Allergien gegen Hundehaare und Shampoos haben. Geduld mit ängstlichen oder unruhigen Tieren, eine ruhige Hand, Kundenorientierung sowie Freude am Kontakt mit den Hundehaltern sind von Vorteil.
Hundecoiffeur/-euse kann als Spezialisierung innerhalb der dreijährigen Berufslehre als Tierpfleger/in in einem Hundesalon erlernt werden. Die Schwerpunktrichtung ist Heimtierpflege. Integrierter Bestandteil der Ausbildung sind abgesehen von der alltäglichen Arbeit im Hundesalon Praktika in verschiedenen Tierheimen. Dadurch wird die Wissensvermittlung bezüglich anderer Tierarten gewährleistet. Am Schluss der Ausbildung kann das verbandsinterne Diplom (Fachprüfung) beim SVBT abgelegt werden. Für Quereinsteiger/innen mit Erfahrung im Beruf gibt es die Möglichkeit, den Lehrabschluss über die Nachholbildung gemäss Art. 34 nBBG und Art. 32 BBV nachzuholen.
Berufsbild Tierpfleger:
Tierpfleger/innen arbeiten in Tierheimen, -salons und -parks,Zoos, Zuchtbetrieben oder Betrieben mit Versuchstierhaltung.Sie züchten, halten und betreuen die Tiere, richten die Gehege ein und halten diese sauber.Tierpfleger sind verantwortlich für die fach- und artgerechte Zucht,Haltung und Pflege von Tieren. Je nach Ausbildungsschwerpunkt und Anstellungsort haben sie verschiedene Tätigkeitsschwerpunkte.Meistens aber benötigen sie einen Grossteil ihrer Arbeitszeit für die Zubereitung des Futters und das Reinigen sowie Desinfizieren der Gehege. Ausserdem sorgen sie dafür, dass sich die Tiere in ihrer Obhut wohlfühlen und ausreichend Möglichkeiten für Sozialkontakte,
Beschäftigung, Bewegung und Rückzug haben.
Die meisten Tierpflegerinnen arbeiten in Tierheimen, Heimtierzuchten oder Hunde- und Katzensalons. In Tierheimen betreuen sie Hunde und Katzen, aber auch Kleintiere wie Meerschweinchen,Kaninchen und Vögel, die als Feriengäste oder Findeltiere aufgenommen werden. In professionellen Zuchten befassen sie sich mit der Zucht und Aufzucht von Katzen und Hunden. Sie kennen die verschiedenen Rassen und deren Eigenschaften, überwachen die Entwicklung der Jungtiere und beraten die Kundinnen. In Hunde und Katzensalons kümmern sie sich um die Fellpflege und scheren sowie trimmen die Tiere rassegerecht.In Zoos und Tierparks betreuen Tierpfleger je nach Arbeitsort ganz unterschiedliche Tiere, von Amphibien und Reptilien über Fische bis zu diversen Säugetieren und Vögeln. Meistens sind sie für ein bestimmtes Revier bzw. einige wenige Tierarten zuständig. Sie sorgen dafür, dass die Gehege artgerecht eingerichtet und die Tiere rundum gut versorgt sind. In modernen Zoos pflegen sie den Kontakt zu den Besuchern und informieren sie über die Tiere.
Einige Tierpfleger sind spezialisiert auf die Versuchstierhaltung.Dort arbeiten sie eng mit Fachleuten der medizinischen und biologischen Forschung zusammen. Sie züchten und betreuen meist Kleinsäuger, aber auch Frösche, Fische und gelegentlich grössere Säugetiere wie Affen, Hunde oder Katzen. Sie bereiten die Tiere auf die Versuche vor und pflegen sie während sowie nach den Versuchen.
Tierpfleger benötigen für ihre Arbeit ein gutes Gespür für Tiere und eine ausgeprägte Beobachtungsgabe. Sie verfolgen und notieren Veränderungen und Auffälligkeiten im Verhalten, Aussehen oder Gesundheitszustand und wissen, welche Massnahmen sie gegebenenfalls zu ergreifen haben.